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Der Wahrsager und seine Dienste

Wie oft stecken wir in Situationen, in denen wir uns wünschen, einen Blick auf zukünftige Ereignisse zu erhaschen, um so Entscheidungen vielleicht leichter treffen zu können. Der Wahrsager kennt diese Bedürfnisse und weiß mit entsprechenden Methoden, den Ratsuchenden die benötigte Hilfe zu bieten.

Der Blick auf kommende Ereignisse

Der Wahrsager, ganz gleich, welcher Methoden er sich dabei bedient, verfügt im Allgemeinen über die Fähigkeit, einen Blick auf zukünftige Ereignisse zu werfen. Doch gilt das Augenmerk eines Wahrsagers nicht nur kommenden Geschehnissen. Auch die Gegenwart und sogar die Vergangenheit finden die Aufmerksamkeit des Wahrsagers. Wer die Dienste von einem Wahrsager in Anspruch nimmt, ist in der Regel auf der Suche nach Klarheit. Die unterschiedlichsten Situationen im Leben eines Menschen können ein regelrechtes „Sackgassen-Gefühl“ entstehen lassen und nicht selten bietet der Wahrsager durch seine ganz besondere Sichtweise einen Lösungsansatz. Dabei analysiert er nicht nur die Dinge, die in der Zukunft liegen, auch Vergangenes und die aktuelle Situation kommen dabei unter die sprichwörtliche Lupe. Mit der normalen Wahrnehmung ist das Wahrsagen nicht wahrnehmbar. Ein Blick zurück in der menschlichen Geschichte zeigt es: das Wahrsagen ist seit Anbeginn der Menschheit Bestandteil unseres Wesens, der Wunsch die Zukunft zu kennen, ist so alt wie der Homo Sapiens und seine Artverwandten selbst.

Vom Knochensplitter werfen bis zum Kartenlegen

Wie bereits erwähnt, ist der Wunsch, die eigene Zukunft zu kennen, so alt wie die Menschheit selbst. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Wahrsager in allen Kulturen, aber auch in allen Glaubensrichtungen anzutreffen ist. Für die meisten Menschen ist beispielsweise das Bleigießen heute ein kurzweiliges Ritual, das zu Silvester für jede Menge Spannung und Erheiterung sorgt. Urheber dieser Methode des Wahrsagens  waren die alten Römer. Das Kartenlegen, für das nicht nur Zigeunerkarten zur Anwendung kommen, entstand erst sehr viel später. Wird mittels dem Kartenlegen eine Deutung vorgenommen, steht in den meisten Fällen eine ganz bestimmte Situation im Raum, die eine solche Vorgehensweise erforderlich macht. Das Kartenlegen, für das neben den bekannten Tarotkarten auch sehr häufig Zigeunerkarten verwendet werden, ist aber sehr viel mehr, als nur eine Methode, um einen zukünftige Ereignisse analysieren zu können. Der Wahrsager übernimmt zugleich die Aufgabe der Lebensberatung.

Das Kartenlegen mit Zigeunerkarten

Um die Zukunft deuten zu können, bedienen sich Wahrsager und Hellseher heute der unterschiedlichsten Methoden. Aber im privaten Umfeld erfreuen sich das Kartenlegen und die damit verbundene Deutung zukünftiger Ereignisse großer Beliebtheit. Ähnlich wie bei den Kipperkarten werden beim Kartenlegen mit Zigeunerkarten Situationen des täglichen Lebens dargestellt. Seit vielen Jahrhunderten beschäftigt sich das Fahrende Volk mit der Wahrsagerei. Ihr Aussehen und ihre ungebundene Lebensweise ließen sie den festansässigen Bürgern eines Ortes oder einer Stadt äußerst suspekt erscheinen. Die Gabe, einen Blick auf zukünftige Ereignisse werfen zu können, scheint bei diesen Menschen besonders ausgeprägt zu sein. Auch wenn die Bezeichnung Zigeunerkarten die Vermutung nahe legt, dass die Wurzeln bei den Zigeunern liegen, verwendete das Fahrende Volk in der Regel entweder Skatkarten oder ganz eigene, mit selbst entwickelten Motiven versehene Karten für das Wahrsagen. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam das erste Mal im Zusammenhang mit dem Kartenlegen die Bezeichnung Zigeunerkarten auf. Es ist nicht auszuschließen, dass sich Fachleute dieser Zeit den mystischen Ruf, der die Zigeuner begleitete, sich zu Verkaufszwecken zu nutzen machten. Heute werden die für das Kartenlegen verwendeten Zigeunerkarten in sechs Sprachen beschriftet. Für das Kartenlegen und der Deutung kommen insgesamt 36 Karten zur Anwendung. Eine Ähnlichkeit mit den ebenso beliebten Kipperkarten ist nicht zu übersehen. Häufig werden diese Decks mit einander verwechselt. Doch im Gegensatz zu den Kipperkarten fehlt bei den Zigeunerkarten die Nummerierung. Das Kartenlegen mit diesen Karten gestaltet sich im Vergleich zu anderen  Wahrsagekarten sehr viel einfacher. Die Deutung fällt auch einer ungeübten Person unter anderem durch die positiven Abbildungen leicht. Hinzu kommt die Tatsache, dass es sich bei den Zigeunerkarten wie bereits erwähnt, um sogenannte Situationskarten handelt. Auch dies trägt zu einer leichteren Interpretation der Legung bei. Die Kunst des Wahrsagens in all seinen Facetten ist so alt wie die Menschheit selbst. Und auch in der Zukunft wird diese Kunst immer einen Platz in der menschlichen Gesellschaft finden, da der Wunsch, seine eigene Zukunft zu kennen, sich nie ändern wird.



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